Heimische Sträucher

Eine Initiative von Gerhard Fritz

Fruchtsträucher  - auch 2017 mehr Natur in die Stadt!

 

Das Bundesamt für Naturschutz hat festgestellt: von den 72.000  Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland sind 31 Prozent in ihrem Bestand gefährdet und vier Prozent bereits ausgestorben.  Die Lebensgrundlagen von Insekten werden immer mehr eingeengt und reduziert – mit fatalen Folgen für die in der Nahrungskette folgenden Vögel. Deren heutiger Bestand beträgt gegenüber dem Jahr 1950 nur noch etwa ein Drittel. Zwei von drei Vögeln sind verschwunden.

 

Im Rahmen der AGENDA, Natur und Umwelt wollen Stadtverwaltung und NABU Bretten dem entgegenwirken und bieten wieder heimische Fruchtsträucher an, die in der Feldflur oder in Ortslagen gepflanzt werden können. Ob als Solitärstrauch, als Buschgruppe oder Hecke bilden Fruchtsträucher eine wichtige Grundlage für eine vielfältige und belebte Natur. Das Angebot richtet sich an Brettener Bürger ebenso, wie an die Bewohner des Umlandes - der Kraichgau ist unser aller Heimat und soll in seiner Vielfalt als Ganzes erhalten bleiben.

 

Die überarbeitete Liste der verfügbaren Pflanzen umfasst 34 Sträucher und 4 kleinkronige Bäume.  Der Preis beträgt 2.- €  je Strauch. Bereits jetzt können Sie die Bestellliste bei den Ortsverwaltungen und beim Bürgerservice abholen oder unter http://www.bretten.de/stadt-rathaus-verwaltung/formulare - Naturschutz und Umwelt - Fruchtsträucher-Bestellschein direkt ausfüllen oder herunterladen.  Der Bestellschein wird zusätzlich in der 38. Woche an dieser Stelle abgedruckt.

 

Ihre Bestellung muss bis 4. Oktober in den Ortsverwaltungen oder im Rathaus Bretten abgegeben sein. Der Bürgerservice hält für Sie auch ein Faltblatt bereit, aus welchem Sie den Wert für unsere Mitgeschöpfe und den Nutzen als Heilpflanze entnehmen können.

Fruchtsträucher - Vielfalt - Mehr Natur in die Stadt !

 

Im Jahrtausende dauernden Spiel der Evolution hat sich unsere Tierwelt den im Kraichgau ursprünglich lebenden Pflanzen angepasst. Mag auch eine exotische Rhododendronblüte von der einen oder anderen Hummel besucht werden, so ist das nahezu nichts gegen den ökologischen Wert einer heimischen Pflanze. Die Weide z. B. ernährt 213 Insektenarten, die Wildrose noch 103 und die Königskerze immer noch 90 Arten.

Alle von NABU und Stadtverwaltung im Rahmen der AGENDA-Aktion Fruchtsträucher angebotenen Pflanzen bieten Insekten, besonders Schmetterlingen, Nahrung. Sie werden von 15 bis über 200 Insektenarten genutzt. Diese Vielfalt hilft, dass in Ihrem Garten die Meisenjungen nicht mehr im Kasten verhungern weil die Alten nicht genügend Raupen finden und herbeischaffen können.

Das Insekten- und Vogelleben erreicht in den warmen Hochsommertagen und -nächten in der Fruchtsträucherhecke seinen Höhepunkt - „Abenteuer Wildnis“ im eigenen Garten mit einzigartiger Tiervielfalt!

Der Besitzer einer Ansammlung von Thuja, Kirschlorbeer, Bambus und Affenschwanzbäumen wird in seinem Garten solch ein reges Leben nicht erleben können.  Er entzieht durch sein steriles Dekogrün unseren Insekten, Vögeln und Säugetieren die Lebensgrundlage – einer der Gründe, weshalb unsere Natur in vielen Bereichen mit zunehmender Geschwindigkeit verarmt.

Wir haben die Verpflichtung auch kommenden Generationen einen artenreichen und lebendigen Kraichgau mit hoher Lebensqualität weiterzureichen. Sie haben jetzt wieder die Möglichkeit sich für das Leben zu entscheiden. Beteiligen Sie sich an der AGENDA-Aktion Fruchtsträucher, roden Sie Ihre Exoten, pflanzen Sie Fruchtsträucher, das ist das Leben!

Fruchtsträucher - Gute Nachbarschaft ! Mehr Natur in die Stadt.

 

Die Pflanzen im Stadtgebiet Brettens bestehen zu mehr als 50 % aus fernen Weltgegenden und anderen Klimazonen. Stark vertreten sind Kirschlorbeer, Thuja, Bambus und auch Affenschwanzbäume werden häufiger.   Diese Pflanzen bieten unserer einheimischen Tierwelt keinerlei Lebensgrundlage und sind deshalb völlig wertlos - grüner Beton.

Ob Sie Zeit Ihres Lebens von einer sterilen Exotenhecke eingerahmt oder von einer lebenssprühenden Kraichgauhecke begleitet werden, ist ein gewaltiger Unterschied an Lebensqualität.

 

Einigen Sie sich mit Ihrem Nachbarn und pflanzen Sie gemeinsam eine kostengünstige, dreireihige Kraichgauhecke auf Ihre Grenze. Reihe 1 kommt genau auf die Grenze. Reihe 2 und 3 je einen Meter Abstand versetzt von der Grenze.       In der Reihe je Pflanze einen Meter Abstand auf Lücke zur Nachbarreihe..

 

So erhalten Sie, mit geringstem Landschaftsverbrauch, eine lebendige Abgrenzung nach beiden Seiten. Entscheiden Sie sich für die Vielfalt gegen die Einfalt. Lassen Sie die Jahreszeiten auf sich wirken, durch blühende, duftende, von Schmetterlingen umgaukelte einheimische Sträucher im Frühling, durch Beeren und Nüsse tragende Pflanzen im Sommer und Herbst. Lassen Sie die fallenden Blätter im Herbst in der Hecke liegen und bewundern Sie die filigrane Gestalt Ihrer Sträucher im Winter.

 

Vor allem unsere Kinder können an einer artenreichen Fruchthecke die Vielfalt der Natur im Wechsel der Jahreszeiten erleben.  Auch werden sie lernen, dass zu einem glücklichen Leben die Harmonie mit der Natur gehört. Eine einheimische Fruchthecke bietet zu jeder Jahreszeit genau das was Insekten, Vögel und Säugetiere benötigen.

 

Bretten ist eine moderne und lebendige Stadt -  helfen Sie mit zu einem naturnahen Start in die nächsten 1250 Jahre. Helfen Sie mit Bretten zu einer "Gartenstadt" mit hoher Umfeld - und Wohnqualität zu entwickeln.

Schotter im Vorgarten ? Mehr Natur in die Stadt !

 

 

Zur Zeit ist in der Gartengestaltung ein Modetrend zu beobachten, der sich ökologisch verheerend und gestalterisch meist gruselig auswirkt – das Umwandeln von Vorgärten in Steinwüsten. Zwischen Schotter, Kies und Rindenmulch streckt ein vereinsamter Exotenstrauch seine mickrigen Blättchen in die Luft: die pervertierte Variante eines Steingartens.

 

 

Das nationale Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt in Deutschland aufzuhalten, wurde bisher verfehlt und so geht das große Sterben, der leise Tot um uns weiter. Die Zahl der Feldvögel hat sich in Deutschland in den letzten 15 Jahren halbiert

 

 

In Mitteleuropa haben wir 420 Millionen Vögel weniger als vor 30 Jahren. In dieser Situation der großen Monokulturen und ihrer Lebensfeindlichkeit sind wir aufgerufen unsere Städte und Dörfer in eine Arche Noah zu verwandeln. Wir haben 70 Jahre Frieden, wie noch nie in unserer Geschichte und wir sind reich. Unser Dank an das Leben verpflichtet uns eine intakte Natur und Lebensgrundlage an kommende Generationen weiterzugeben.

 

 

Gehen Sie deshalb nicht mit dem Zeitgeist. Machen Sie aus Ihrem Vorgarten keine Wüste, sondern lassen Sie unserer heimischen Natur Raum und werden Sie dadurch Ihrer Verantwortung für die Zukunft gerecht. Nebenbei wird das strapazierte Ortsbild gepflegt. Die großflächigen, geometrischen, womöglich mehrfarbigen Schotterflächen ergeben keinen sinnhaften Bezug zu den oft historischen Gebäuden, vor denen sie ausgebreitet werden. Sie haben nichts mit unseren typischen Ortsbildern zu tun, sondern reißen kahle Lücken in sonst intakte Straßenbilder.

 

 

Eine Wiese im Vorgarten, nur zweimal pro Jahr gemäht, ist ein Trittstein für Insekten und Vögel. Auch einheimische Fruchtsträucher sind ein Bereicherung und als Hausbaum im Vorgarten ein Blickpunkt, der jeden Besucher und Bewohner willkommen heißt.

 

 

In den Bebauungsplänen neuer Baugebiete wird die Anlage von Schotterflächen nicht gestattet. Entsteinen Sie sich, wählen Sie das Leben.

 

 

Der richtige Zeitpunkt zur Pflanzung von Sträuchern ist der November.

 

 

Wenn Sie noch Beratungsbedarf haben so kommen Sie zum Vortrag „Gartengestaltung auf Kraichgauer Art“ in der Volkshochschule am 20. September um 19°° Uhr.

 

Argumente für Fruchtsträucher ! Mehr Natur in die Stadt!

 

 

 

Heimische Fruchtsträucher sind nicht nur mindestens ebenso dekorativ wie die üblichen Gartenexoten. Sie sind darüber hinaus noch :

 

Unempfindlich    Heimische Sträucher sind an unser Klima angepasst, überstehen

 

Wetter und Winterkälte ohne Kataloggarantie,besser als Exoten , die von fernen Standorten, aus anderen Klimabereichen oder aus der Zucht kommen.

 

Preisgünstig  Wie Sie bei bei 2.- €  je Strauch leicht erkennen können.

 

Selten Heute stehen fast in jedem Garten Kirschlorbeer, Thuja oder Rhododendron

 

Diese Exoten sind nichts besonderes mehr. Doch nehmen sie unseren schönen, heimischen Sträuchern den Platz weg.

 

Lebendig  Im Frühling werden Nektar und Pollen für die Insekten angeboten. Im Sommer Brutplätze für freibrütende Vögel und dazu die Insekten für die Aufzucht

 

der Jungen. Im Herbst Beeren, Früchte und Nüsse für Vögel und kleine Säugetiere.

 

Gesund   Da heimische Fruchtsträucher anspruchslos und widerstandsfähiger als Exoten sind, wird kein Kunstdünger benötigt und giftige Spritzmittel sind völlig unnötig. Ihr Wohnumfeld, Boden, Wasser und Luft bleiben unbelastet. 

 

Entspannend   Ein Kunstgarten ist ungleich aufwendiger als ein Naturgarten.

 

Viel Zeit geht für die ständigen Pflegemaßnahmen und Eingriffe verloren --- Zeit,

 

die zum Ausruhen, zum Hinschauen, Vergnügen und Kennenlernen der Natur fehlt. Heimische Sträucher benötigen kaum Pflege; werden sie zu groß einfach mit der Kettensäge auf den Stock setzen. Das Schnittgut an Ort und Stelle belassen.

 

Die neuen Triebe wachsen durch das Schnittgut und ergeben ideale Brutplätze für Zaunkönig, Rotkehlchen, Grasmücken und Heckenbraunelle. Nach zwei Jahren ist das Schnittgut bereits nicht mehr zu sehen.

 

Lehrreich  Heimische Sträucher lassen uns die Jahreszeiten in all ihrer Wandlungsfähigkeit erleben. Es ist eine Möglichkeit, ein Stück Natur mit eigenen Augen kennenzulernen und unseren Kindern die Vielfalt der Natur zu vermitteln.

 

 

 

Jetzt, bestellen Sie Fruchtsträucher für einen Neuanfang in ihrem Garten. 

 

 

 

http://www.bretten.de/stadt-rathaus-verwaltung/formulare, Überschrift: Naturschutz und Umwelt -Fruchtsträucherbestellschein.